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Unternehmen 14.06.2024

Umstieg auf die Wärmepumpe – deswegen lohnt sich der Heizungswechsel!

 

Was sind die Vorteile der Wärmepumpe? Wann und warum sollte man wechseln? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Und wie viel kostet das? Andreas Kopka, Leiter Vertrieb Nachhaltige Energiesysteme bei der NGC.Tec – einer Tochter der Westfalen-Gruppe – steht Rede und Antwort zur Entscheidung für die nachhaltige Wärmeversorgung mit der Wärmepumpe. 

Warum lohnt sich der Umstieg von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe?

Andreas Kopka: Schlicht und einfach, weil Wärmepumpen sehr viel effizienter sind: Im Vergleich mit den alten Heizlösungen setzen Wärmepumpen eine Kilowattstunde Strom in drei bis fünf Kilowattstunden Wärme um. Wenn überhaupt, setzen alte Heizungen hingegen eine Kilowattstunde Gas oder Öl nur in etwa eine Kilowattstunde Wärme um. Wärmepumpen erzeugen also drei- bis fünfmal mehr Energie – das ist Energieeffizienz pur! 
Gleichzeitig werden die Kosten für Gas und Öl in den nächsten Jahren laut Prognosen immer weiter ansteigen. Die alten Heizlösungen werden damit zunehmend unattraktiver bis ruinös für die Verbraucher:innen. Und ganz nebenbei erfüllen fossil betriebene Öl- oder Gas-Heizungen auch nicht die Anforderungen des deutschen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) – das heißt: Sie müssten spätestens 2045 stillgelegt werden! Viele Verbraucher:innen werden aber sicher vorher aussteigen müssen, weil die steigenden Energiekosten für sie nicht mehr finanzierbar sind – oder weil ihre alten Anlagen den Geist aufgeben.

Kein unangenehmer Ölgeruch mehr im Haus – jetzt auf moderne Heizlösungen wechseln. (Foto: Adobe Stock)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel auf die Wärmepumpe? Viele Verbraucher:innen wollen noch möglichst lange warten und die Investitionen erst einmal aufschieben – eine gute Idee?

Andreas Kopka: Ob das wirklich eine gute Idee ist, muss jede:r individuell entscheiden. Grundsätzlich kann man sich dieser Frage aus drei Richtungen nähern: 

  • Szenario 1 wäre kostenmotiviert: Wenn man eine sehr ineffiziente alte Öl- oder Gas-Heizung betreibt, die sehr hohe Energieverbräuche aufweist und damit massive Energiekosten verursacht, rechnen sich die Investitionen in die Wärmepumpe sehr schnell. Vor allem aufgrund der perspektivisch immer weiter steigenden Kosten für Öl und Gas. 
  • Szenario 2 wäre, wenn ein Heizungswechsel ohnehin ansteht, etwa aufgrund eines akuten oder drohenden Totalschadens der alten Öl- oder Gas-Heizung. Dann sollte man direkt in die neueste Wärmepumpen-Technologie investieren, zumal es hier sehr lukrative Förderungen gibt (siehe unten).
  • Szenario 3 wäre, wenn eine Immobilie ohnehin erhebliche Sanierungen durchläuft, etwa bei Erwerb von Bestandsimmobilien mit Kernsanierungsbedarf. Gerade wenn umfangreiche Energieeffizienzmaßnahmen wie Dämmungen, Fenstertausche, Heizkörperwechsel oder ähnliches anstehen, gehört in das neue hocheffiziente Gesamtbild auch direkt eine Wärmepumpe. Besonders dann, wenn eine Photovoltaik-Anlage vorhanden ist, von welcher der produzierte Strom direkt mit der Wärmepumpe in Wärme umgesetzt werden kann.

Bei neuen Bauprojekten kommen direkt moderne Energielösungen zum Einsatz. (Foto: Viessmann)

Welche Voraussetzungen müssen für die Wärmepumpe erfüllt sein? Sind bei Bestandsimmobilien die oft genannten Dämmungsmaßnahmen und Fußbodenheizungen immer notwendig?

Andreas Kopka: Leider wird beim Wärmepumpen-Thema immer noch sehr viel Ungenaues verbreitet mit Blick auf die Themen Dämmung und Fußbodenheizung bei Bestandsimmobilien. Fakt ist, dass beides nicht immer notwendig ist! Ein Haus, dass die Energie gut halten kann, muss für eine Wärmepumpe nicht extra gedämmt werden. Und es müssen auch keine Fußbodenheizungen flächendeckend installiert werden, wenn die bisher genutzten Heizkörper passend für eine gute Wärmeübertragung in den jeweiligen Raum sind. Denn genau genommen gibt es bei der Heizleistung der Wärmepumpe absolut keine Abstriche: Neue Wärmepumpen erreichen ebenfalls Vorlauftemperaturen bis zu 75 °C. Damit wird es entgegen allen Vorurteilen gegenüber der Wärmepumpe in jedem Raum richtig warm – versprochen! 

Umgekehrt betrachtet ist es aber richtig und wichtig, sich Gedanken zu machen, wenn die Wärme bei der alten Heizung massiv aus dem Haus entweicht. Das kann beispielsweise an sehr undichten Fenstern oder an nicht gedämmten Dächern liegen. Und wenn Räume mit einer Öl- oder Gasheizung aufgrund zu kleiner Heizkörper bereits nicht richtig warm wurden, besteht ebenfalls Handlungsbedarf. Wer es genau wissen möchte, setzt auf die sogenannte Heizlastberechnung durch unsere Expert:innen. Hier wird für jeden Raum genau errechnet, wie viel Energie benötigt wird, um Wärmeverluste auszugleichen und die Temperatur konstant zu halten. So lassen sich Raum für Raum möglicherweise nicht geeignete Heizkörper ausfindig machen und einzeln tauschen, ohne gleich das große Rad mit dem flächendeckenden Wechsel auf eine Fußbodenheizung drehen zu müssen. Übrigens können wir mit der Heizlastberechnung auch sehr genau die benötigte Leistung der Wärmepumpe feststellen, sodass wir für jedes Objekt den effizientesten Wärmeerzeuger finden.

Moderne und passende Heizkörper müssen beim Wechsel auf die Wärmepumpe nicht ersetzt werden. (Foto: Adobe Stock)

Wie viel Zeit muss man für den Wechsel auf die Wärmepumpe einkalkulieren? Und wann sollte man idealerweise ein solches „Projekt“ in Angriff nehmen?

Andreas Kopka: Jetzt zwischen Frühjahr und Sommer ist der ideale Zeitpunkt für den Wechsel auf die Wärmepumpe. In der Regel brauchen wir für die Vorbereitung etwa zwei Monate – je nach Auftragslage und Liefersituation des Materials möglicherweise auch weniger Zeit. Die reine Montagedauer beträgt nur etwa drei bis fünf Tage. Wenn wir also jetzt ein Projekt aufgleisen, kann es optimal außerhalb der Heizperiode umgesetzt werden, was immer unser Ziel ist. In einem Punkt sind wir allerdings manchmal von längeren Vorlaufzeiten abhängig: Wenn direkt auch der Umstieg auf einen günstigeren Wärmepumpentarif beim Stromanbieter gewünscht ist. Hier können die Einbauzeiten für den erforderlichen Zähler stark variieren – je nach Netzbetreiber zwischen 14 Tagen und 4 Monaten. Im Zweifel kann man das aber auch nachträglich umstellen.

Was kostet das Ganze? Und wie kann man womöglich Geld sparen?

Andreas Kopka: Der Einbau einer Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet bei uns im Schnitt zwischen 25.000 und 35.000 Euro. Durch gezielte Nutzung von Förderungen kann man dann viel Geld einsparen. Grundlegend ist folgendes bei den öffentlichen Förderungen zu beachten:

  • Die Grundförderung beträgt 30 Prozent – der maximale Fördersatz 70 Prozent.
  • Bei einem Einfamilienhaus beträgt die maximal förderfähige Summe 30.000 Euro.
  • Bei Mehrfamilienhäusern erhöht sich der Beitrag für 2. bis 6. Wohneinheit um jeweils 15.000 Euro – ab der 7. Wohneinheit um jeweils 8.000 Euro.

Der Fördersatz kann im Detail durch folgende Aspekte bis maximal 70 Prozent gesteigert werden:

  • Je nach vorliegendem Einkommen des Haushalts sind stärkere Förderungen möglich – so etwa bei 40.000 Euro Jahreseinkommen 30 Prozent Förderung.
  • Je nach Art und Alter der bisherigen Heizungsart kann auch der Klimageschwindigkeitsbonus von aktuell 20 Prozent abgerufen werden.
  • Je effizienter die eingesetzten Kältemittel der gewählten Wärmepumpe sind, desto höher die Förderung: So sind mit dem Kältemittel R290 rund 5 Prozent Effizienzbonus möglich.

Falls diese ganzen Zahlen jetzt bereits sehr kompliziert klingen – kein Problem: Wir übernehmen natürlich auch die Beantragung aller relevanten Förderungen für unsere Kund:innen – und holen das Maximum an Förderungen heraus, ohne dass bei unseren Auftraggeber:innen ansatzweise lästiger Papierkram anfällt.

Mit dem Rückruf-Service den nächsten Schritt gehen.

Dann bleibt zum Schluss eigentlich nur eine Frage: Wie kommt ein Auftrag bei Ihnen möglichst schnell ins Rollen?

Andreas Kopka: Gehen Sie direkt auf unsere Website. Telefonisch erreichen Sie uns auch direkt unter Tel. 02041/77035-00 sowie per E-Mail unter vertrieb(at)ngc-tec.de. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!


Andreas Kopka

Leiter Vertrieb Nachhaltige Energiesysteme bei der NGC.Tec

Über die NGC.Tec GmbH – die Energiewende-Macher!

Mehr als 25 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen im Wärmesektor und über 160 Mitarbeitende machen die NGC.Tec GmbH zum idealen Partner für die Umstellung auf neue Energiesysteme. Egal, ob für kleine oder große Wärmelösungen – das Unternehmen überzeugt als erfahrener Dienstleister mit einem Full-Service-Ansatz und hoher Serviceorientierung. Die Expert:innen der NGC.Tec unterstützen Sie von der Konzeption bis zur Realisierung Ihrer Projekte und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Dabei kommen modernste Technologien und innovative Konzepte zum Einsatz, um höchste Qualität und Effizienz zu gewährleisten.