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Unternehmen 17.03.2026

Karriere bei Westfalen: Dominik Timmermann

Vom Abfüller in Deutschland zum Werkleiter in den Niederlanden

Dominik Timmermann weiß genau, wie es sich anfühlt, auf dem Gabelstapler zu sitzen oder Flaschen mit Sauerstoff, Stickstoff und Argon zu bestücken. Denn der 36-Jährige ist 2014 als Abfüller bei der Westfalen-Gruppe am Standort Münster eingestiegen, war dann als Vorarbeiter tätig und ist jetzt den nächsten Karriereschritt gegangen. Als neuer Werkleiter in Heteren, einem der niederländischen Werke von Westfalen, führt er ab Januar 13 Mitarbeitende und hat nicht nur den Job gewechselt, sondern auch das Land. Im Interview verrät Dominik Timmermann wie sich sein Wunsch nach Karriere entwickelt hat, was er für sein Fortkommen getan hat, wie Westfalen ihn dabei unterstützt hat und was Deutschland von den Niederlanden unterscheidet.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur neuen Position. Vom Abfüller zum Werkleiter – Wie fühlt sich das an? 

Der Wechsel in die Werkleiterposition in unser niederländisches Werk in Heteren fühlt sich wirklich gut an. Wenn ich auf meine Anfänge bei Westfalen zurückschaue, hat sich mein Job schon sehr verändert. Und wenn man meinem jüngeren Ich damals gesagt hätte, dass es mal in einer Führungsposition sein wird, dann hätte ich wohl laut gelacht. Der Wunsch etwas gestalten zu wollen und Verantwortung auch für Mitarbeitende zu übernehmen, hat sich bei mir erst langsam entwickelt.

Welchen Weg bist du beruflich gegangen?

Ich komme ursprünglich vom Bau, war vor Westfalen Anlagenmechaniker und habe Heizungen und Bäder eingebaut – ein Knochenjob. Man hat mir damals gesagt, wenn du so weiter machst, dann ist dein Rücken in zehn Jahren kaputt. Ich habe mich dann bei Westfalen beworben und bin 2014 hier als Abfüller gestartet. Ich bin dann nach einigen Jahren zum Vorarbeiter aufgestiegen. Mit steigender Erfahrung wurde mein Wunsch stärker über den Tellerrand zu schauen, Dinge zu gestalten und zu verbessern.  Ich habe Fortbildungen absolviert, war Bestandteil des Westfalen-Führungskräfteprogramms Grow und habe neben dem Job meinen Industriemeister Chemie auf der Abendschule gemacht. Und dann kam im vergangenen Jahr das Angebot, ob ich mir die Werkleiter-Position in Heteren vorstellen könnte.

Du sagst, dass eine Führungsposition bei Dir nicht immer auf deinem persönlichen Karriere-Wunschzettel war…

Nein, früher gar nicht. Als Schüler war ich eher ein bisschen faul (lacht). Aber mein Wunsch, Dinge aktiv mitzugestalten, ist im Verlauf meiner Karriere stetig gewachsen. Für mich ist es immer wichtig, etwas zu verbessern, Dinge zu verstehen und neugierig zu bleiben. Die Frage „Warum?“ ist vielleicht manchmal nervig, hilft aber Prozesse zu hinterfragen. Und je mehr Freiraum zum Gestalten man bekommt, desto mehr möchte man diesen auch nutzen. Als Führungskraft ist man aber nichts ohne seine Mitarbeitenden. Teamspirit ist das A und O, denn nur gemeinsam können wir etwas verbessern. 

Ein Wechsel über Landesgrenzen hinaus ist sicherlich eine besondere Herausforderung. Wie hast du dich auf den neuen Job als Werkleiter in Heteren vorbereitet? Kannst du eigentlich niederländisch?

(lacht) Een beetje. Ich bin gerade dabei niederländisch zu lernen. Lesen geht schon ganz gut, Verstehen auch halbwegs, aber mit dem Sprechen hapert es noch. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Niederländer da sehr offen sind. Sie sprechen fast alle ein bisschen deutsch, die meisten wirklich toll englisch und sie freuen sich, wenn jemand zumindest versucht, niederländisch zu sprechen. 

Vor der Zusage habe ich mir das Werk natürlich angeschaut und Gespräche mit meinem Chef geführt. Da ich nun in den Niederlanden angestellt bin, müssen auch einige bürokratische Sachen geregelt werden – Krankenversicherung, Steuern. Ich habe viel gegoogelt (lacht).

Wie hat Westfalen dich auf deinem Weg unterstützt?

Ich war wie gesagt im Grow-Programm und Westfalen hat mich auch bei zahlreichen Fortbildungen bis hin zur Meister-Schule immer unterstützt. Und ich hatte oft Vorgesetze, die meinen Weg positiv begleitet haben, Mentoren, die mich an die Hand genommen und gesagt haben „ich zeig dir das mal und nächstes Mal machst du das dann alleine.“ Auch bei dem Wechsel in die Niederlande gab es Unterstützung durch die Personalabteilung. Dafür bin ich sehr dankbar.

Du arbeitest jetzt seit ein paar Wochen in den Niederlanden. Was ist anders als in Deutschland? Gibt es auch Dinge, die gleich sind?

Mein erster Eindruck ist, dass die Niederländer von der Mentalität entspannter sind. Ich nehme die Kolleginnen und Kollegen auch als sehr aufgeschlossen wahr. In Deutschland ist es vielleicht durch die Nähe zur Unternehmenszentrale in Teilen etwas strukturierter. Sicherlich gibt es Prozesse, die sich adaptieren lassen. Aber mir geht es eher darum, dass wir alle voneinander lernen, auch über Landesgrenzen hinweg. Und mal weg vom Job: Die Niederlande sind weiter beim bargeldlosen Bezahlen, jede Pommes geht hier mit Karte. Aus Deutschland fehlt mir definitiv unser Brot. Nahezu gleich in beiden Ländern ist übrigens die Bürokratie. Das merkt man schnell, wenn man sich ummelden möchte. (lacht)


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